Wendeleben



Geplante Bände

Inhaltsübersicht


Bis dato sind 6 Teile geplant:

 

Wendeleben 1- Von West nach Ost 1940-1988

Der Anfang von allem

 

Wendeleben 2 - Zwischen den Welten 1989

Die Flucht mit Schatzi und zwei kleinen Kindern

 

 

Wendeleben 3 - Wilde Jahre im Westen 1990-1993

Die ersten Jahre in Bayern

 

 

Wendeleben 4 - Zurück im wilden Osten 1993-2001

Zurück nach Dresden

 

 

Wendeleben 5 - Wieder im Westen 2001-2016

Zurück in den Westen, in den Norden, nach Hamburg

 

 

Wendeleben 6 - Die Facetta AG 2002-2016

   Geschichten von der Arbeit bei der Facetta AG 

 

Für alle, die es etwas genauer wissen wollen, gibt es hier eine kurze Zusammenfassung der Bände:  

 

Frank´s Vater Max, 1921 in München geboren, hatte schon ein sehr bewegtes Leben. Zuerst kam die Zeit im Krieg, die Kriegsverletzung, das Zusammenkommen mit seiner Hilde. Dann plante er die Auswanderung nach Australien in den 50er Jahren. Durch Hildes Vater sind sie dann doch in Wismar hängen- geblieben, aber nicht lange, dann ging es weiter über Sangerhausen nach Dresden. Zwischendurch wurde Hilde bei einem Besuch in München verhaftet, später aber wieder freigelassen. Der Westen wollte Max unbedingt wieder zurück haben.

In Sangerhausen kam Frank 1962 zur Welt.

In einer Dresdner Schule aufgewachsen - bot dies alleine schon genügend Abenteuerpotential für ihn.

Anfang der 1980er hatte Frank dann die ersten Berührungen mit dem anderen Geschlecht. Es kam ein Kind, eine erste Trennung, wechselnde Arbeitsstellen. Eine geplatzte Kandidatur für die SED gehörte ebenfalls in die Zeit bis 1989 wie zahllose Frauen-geschichten, Schatzi, zwei Kinder, abenteuerliche Urlaubsreisen und nicht zuletzt einige Umzüge, verbunden mit haarsträubenden Wohnungsübernahmen, wie sie in der DDR nicht alltäglich waren.

1989 wurde Urlaub in Ungarn am Plattensee gemacht. Kaum zurück in Dresden, entschied er sich zur abenteuerlichen, 4 Tage andauernde Flucht mit seinem Bruder, seiner Frau und den beiden kleinen Kindern in die BRD. Das Auffanglager in Augsburg, das Heimweh, die Weiterverlegung nach Senden, die Arbeitssuche - das war eine sehr aufregende Zeit. Nach 2 Monaten gab es endlich eine eigene Wohnung und schließlich den ersten Job bei Wüstenrot - nur einige Stationen innerhalb von vier Monaten!

Es folgten die ersten Erfahrungen im Westen, Vergleiche zur DDR und der erste Einkauf in einem Einkaufszentrum.

Auf den ersten Reisen erlebten sie als unbedarfte Ostdeutsche die ersten Abenteuer in der weiten Welt. Dann zog die Familie um.

Frank kaufte bei Aldi ein und verkaufte die Waren im Osten. Dabei hatte er eine bessere Waffe als der ABV.

Einen Rechtsanwalt begleitete er in ein billiges tschechisches Bordell.

Eine Videothek wurde gegründet und eingerichtet, ein Autohandel aufgezogen, Grundstücke gehandelt und schließlich von der Treuhand, ohne eine Mark in der Tasche, zwei erstklassige Gastronomieobjekte im Osten gekauft. Die Zeit reichte auch noch für ein Immobilien-büro und Hausverwaltungen.

Dann nahm sich sein Bruder das Leben, Frank verlor seinen Führerschein, musste vor Gericht und schließlich zog die ganze Familie 1993 wieder nach Dresden. Jahre als Projektentwickler bei einer Wohnungs-baufirma folgten, bevor Frank und Gabi 1997 ohne Eigenkapital, nur mit einem Dispo - Kredit ausgestattet, einen Weinladen eröffneten.

Bis 2001 unternahmen sie viele Spanien-Einkaufs-Reisen und importierten vieles aus Spanien, von Konserven über Wurst und Schinken bis Wein. Der Wohnwagen wurde bis zum Achsbruch überladen, dann gab es ein Wohnmobil für 90.000 DM. In Spielcasinos sollten die Schulden kleiner werden, doch dann waren an einem Abend 20.000 DM weg.

Schließlich erfuhr Frank von Lustreisen eines Bankvorstandes und plötzlich gab es einen Kredit, aber zu spät. Innerhalb von wenigen Wochen wurde der Laden abgewickelt und die Familie zog nach Hamburg. sieben Jahre Privatinsolvenz und die ersten weiten Flugreisen folgten. Er arbeitete als Lagerleiter in Hamburg, musste dabei aber sehr „flexibel“ mit der Ware umgehen. 

Mit 40 erstmals 3 Monate arbeitslos zu sein, veränderte Frank. Diverse kurze Jobs folgten, schließlich erhielt er von einer Zeitarbeitsfirma ein Angebot bei der „Facetta AG“. Für 8,25 € Stundenlohn sollte er dort anfangen. Nach nur neun Monaten fand sein Abteilungsleiter, dass er hier mal „einen frischen Wind“ gebrauchen könnte und Frank wurde fest übernommen. Im Laufe der Jahre weitete der Wind sich allerdings zum Sturm aus, in dem Frank fast umgekommen wäre.

Bei der Facetta AG erlebte er alles, was immer über die DDR und die Stasi erzählt wurde, nur eben 20 Jahre nach dem Mauerfall. Er wurde bespitzelt, ausgegrenzt, gedemütigt. Die Jahre bei der Firma waren die Zeit der größten Veränderung seiner selbst. Es waren aber auch die Jahre der schönsten und abenteuerlichsten Reisen in alle Welt - von Australien, Albanien, Istanbul, Afrika, Asien, Mauritius bis Amerika, wo er seine Gabi nach 27 Jahren Ehe in Las Vegas noch einmal heiratete!

 

Nun ist er zum ersten Mal Opa geworden, hat bei der Firma endlich (noch nicht immer) die nötige Gelassenheit (und einen Chef der seine Talente einzusetzen weiß) gefunden und freut sich auf das, was noch kommt.